Ausgangslage

Die Stiftung St. Jakob Behindertenwerk wurde vor über 100 Jahren gegründet. Sie bietet im heutigen Quartier im Aussersihl über 400 Menschen mit einer Beeinträchtigung einen Arbeitsplatz. Die Mitarbeitenden werden durch rund 100 Berufsfachleute entsprechend ihren Fähigkeiten angeleitet und betreut.

Das Berufsangebot umfasst die Bereiche Elektronik, Digitalisierung, Schreinerei, Stuhlflechterei, Gebäude- und Gartenpflege, Ausrüsterei sowie Gastronomie. Letztere umfasst neben einer Bäckerei/ Konditorei/Confiserie-Produktion, eine Confiserie, ein Café, vier Verkaufsfilialen sowie ein Mitarbeiterrestaurant.

Immer mehr Menschen mit einer leichten Behinderung sind den heutigen Anforderungen im Arbeitsleben nicht mehr gewachsen und benötigen trotzdem einen sinnvollen Arbeitsplatz. Heute ist St. Jakob eine der grössten Stiftungen im Kanton Zürich, die Menschen mit einem Handicap durch Arbeit ein gesteigertes Selbstwertgefühl und ein menschenwürdigeres Leben ermöglicht und sie individuell für ihre Leistungen entlöhnt.

Seit einigen Jahren stösst die Stiftung bei der Infrastruktur an ihre Grenzen. Das 1976 erstellte Gebäude an der Kanzleistrasse in Zürich erfüllt weder betrieblich, baulich noch energietechnisch die heutigen Anforderungen. Vor allem fehlen auch die für effiziente Arbeitsabläufe zusammehängenden Arbeitsflächen. Diese Gründe und auch wirtschaftliche Faktoren erfordern ein neues und grösseres Betriebsgebäude.

Für unser grosses und wichtiges Bauvorhaben zugunsten von Arbeitsplätzen für Menschen mit einem Handicap sind wir auf Geldmittel von Dritten angewiesen.

 

HIER ARBEITEN MENSCHEN MIT IHREN GESCHICHTEN

Alles ist zu klein und eng geworden. Alle freuen sich auf den neuen Standort. Ein Handicap genügt. Wir können nicht mit zusätzlich beengenden Arbeitsflächen und komplizierten Arbeitswegen wirtschaftlich arbeiten.

Projekt Behindertenwerk St.Jakob

Carmen Spuler über Ihre Arbeit

Carmen Spuler lacht gerne und liebt ihre Arbeit über alles. Sie arbeitet bereits seit 35 Jahren in der St. Jakob Stuhlflechterei. Wegen ihrer Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft ist sie eine begehrte Fachkraft. Es gefällt ihr so gut, dass sie sich vorstellen kann, noch weitere 35 Jahre im Behindertenwerk St. Jakob zu arbeiten.

„Ich bin glücklich, wenn unsere Kunden ihre reparierten und aufgefrischten wertvollen Erbstücke mit Freude im Gesicht abholen. Die nächste Generation kommt dann auch wieder zu uns. Gerne helfe ich als Ausgleich zur Präzisionsarbeit in der Ausrüsterei mit, wenn es dort zuwenig flinke Hände hat.“